Sonder­ausstel­lung

mystisch – Fotografien von Mäddel Fuchs

Mäddel Fuchs hält mit seiner Kamera seit vielen Jahren die Anlässe und Feste des Appenzeller Brauchtums fest. Als Fotograf gibt er die Ereignisse wieder, nimmt Anteil am Geschehen, begleitet die Beteiligten und darf als Chronist des Appenzellerlands bezeichnet werden. Doch gehen seine kontrastreichen Schwarzweiss-Bilder weit über das Dokumentieren hinaus. Seine Aufnahmen bewegen. Sie erzählen von stimmungsvollen und ergreifenden Szenen und erfassen intime und berührende Momente. Mit seiner eigenen Bildsprache vermittelt Mäddel Fuchs Faszinierendes, Beseelendes und Geheimnisvolles und ermöglicht so den Betrachtenden, das Mystische des Brauchtums zu entdecken.
Mäddel Fuchs (*1951), aufgewachsen in Zürich und Cademario, besuchte die Kantonsschule Trogen, kam 1975 als freier Fotograf nach Gais und lebt heute in Speicher AR.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus dem reichhaltigen Fotoarchiv von Mäddel Fuchs. Zu sehen sind Aufnahmen seit den 1970er Jahren zum Brauchtum in und um Urnäsch. Farbig ergänzt werden die Schwarzweiss-Bilder mit passenden Erinnerungsstücken und Gegenständen aus dem Museumsbestand.
Die Sonderausstellung dauert vom 28. März 2020 bis 17. Januar 2021.

 

Hoselopf

Das Schwinge, auch Hoselopf genannt, war wie das Steinstossen oder das Höggle (das Fingerhaken) seit Jahrhunderten Teil der Schweizer Festkultur. 1895 wurde der Eidgenössische Schwingerverband gegründet, 1910 der Appenzeller Kantonal-Schwingerverband. Fotos, Druckgraphiken, Inserate, Akten sowie verschiedene Gegenstände vermitteln in einer speziellen Sonderausstellung die Geschichte des Schwingsports mit Fokus aufs Appenzellerland.
Heute zählt das Schwingen zu den beliebtesten Sportarten der Schweiz. Berg-, Kantonale, Verbands- und Eidgenössische Schwingfeste ziehen als populäre Volksfeste tausende bis hunderttausende Besucherinnen und Besucher an.
Der zwischen zwei Schwingern stattfindende Zweikampf wird von drei Kampfrichtern nach festgesetzten Regeln benotet. Es gibt verschiedene Varianten von Griffen und Schwüngen. Neben Beinschere, Bur oder Schlungg gibt es auch einen Wyberhaken. Ein erster Wyberschwinget fand 1980 statt. Seit 1992 gibt es den Eidgenössischen Frauenschwingverband. an.
Die Sonderausstellung dauert vom 6. Juni bis 6. September 2020.